Hans war nicht nur Mitbegründer des „kleinen elektronischen weltorchesters (ewo2)” – mit ihm verband mich auch eine über 40 Jahre lange, ungemein produktive künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft. Er wäre dieses Jahr 75 Jahre alt geworden.

Halten wir ihn uns in Erinnerung als einen ganz besonderen Menschen, außergewöhnlichen Musiker und Zeichner, sowie stets politisch engagierten und solidarischen Weggefährten.

 
 

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ZWISCHEN WAHN UND WIRKLICHKEIT –
AUS DEM LEBEN DES HANS R.
 
 
Schon früh, bei voller Kindheit,
besah er sich sonntäglich Kinofilme mit großer Freude –
Reisen, Unglücksfälle, Katastrophen
und Liebe, Great Love and Science Fiction
 
Science Fiktschen.
 
Er, harmloser Paradiesvogel,
im Schatten der großen Fabrik,
verwandelte jedes Schulbuch in sein Gesamtkunstwerk:
Zwischen Wahn und Wirklichkeit,
beziehungsweise: Entertainment, Comic und AFN.
 
3 Jahre späte dann:
 
Der große Sohn der Stadt bezog nun Position.
Griff in die Sa/ ha/aiten des tönenden Dingsda –
mit wohlwollendem Achsel/Zucken des Meisters,
checkte sich ein und da / ha / durch und durch,
schräg, unerbittlich gab er’s der ganzen Welt
und sich bis HEUT.
 
Zu Hause – WO? –
rotzt, schreit, träufelt er und kratzt, schabt, pinselt,
treibt den Bluuues in das Papier.
 
NEW YORK, morsches Gebälk.
See/räuber/rom/antik – SEERÄUBERROMANTIK.
Am Riff des Wahnsinns zerschellt die Stadt,
das Leben, HA-AH, ER?
 
Fragen über Fragen – No Comment
oder: Wie viele Hirne haben sie?
bzw. wie viel Seiten, Saiten
bespeien sie mit einem Atemzug???”
 
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Bernd Köhler
1987 - Für eine Ausstellungseröffnung
 

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