Bernd Köhler (Stimme) und Claus Boesser-Ferrari (Gitarre/Electronics)

 

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„Scharfe Satire und larmoyantes Pathos, Witz und Zärtlichkeit, Dissonanz und Melos verbinden sich bei Majakowski zu einem unverwechselbaren lyrischen Parlando, dem kein Register zwischen Gassenhauer, Gebet und arationaler Wortakrobatik fremd ist”, schrieb die Neue Züricher Zeitung in einer Kolumne über den wiederentdeckten futuristischen Feuerkopf und großen revolutionären Wortbildner der 20er Jahre, der sich mit seiner Kunst konsequent an die Seite der sozialen Bewegungen in Russland stellte, ohne aber je völlig darin unterzugehen.

Majakowskis Dichtung hat sich auch nach hundert Jahren, ihre poetische Frische bewahrt. Der Sprachartist Majakowski ist jenseits ideologischen Vereinnahmung präzis in seiner Reimtechnik und dynamische und räumt bildkräftig im „Gestus des Bildersturms“ mit allen traditionellen Normen so richtig auf.

Die Aufführung bringt Ausschnitte aus allen Majakowski-Epochen in einer rasanten Textcollage auf die Bühne. Musikalisch konterkarriert durch zarte bis ekstatisch freie gitarristische Tapisserien oder Verfremdungen. Eine Melange, die schon bei der ersten Aufführung im russischen Sotchi für beachtliche Furore sorgte.

 

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 „Rheinpfalz” vom 8. Mai 2021

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